Suche


   

 

 

ECA ficht Studie von Forschern der South Carolina State University an wonach Kerzen gefährliche und sogar krebserregende Schadstoffe freisetzen sollen

Der europäische Kerzen-Verband (ECA) zweifelt den wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt eines Berichts zweier Forscher der South Carolina State University* stark an, in dem behauptet wird, dass Kerzen, insbesondere solche aus Paraffin, anscheinend schädli-che Mengen an Innenraumschadstoffen und sogar Karzinogenen freisetzen könnten.

Die Aussagen der Dres. Massoudi und Hamadi sind völlig gegensätzlich zu allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema. Sie haben keinerlei Daten zur Verfügung gestellt, die eine Nachprüfung ermöglichen würden, und ihre Schlussfolgerungen basieren auf unbestätigten Annahmen. Bisher hat keine einzige seriöse wissenschaftliche Untersuchung gezeigt, dass von irgendeinem Kerzenwachs, inklusive Paraffin, eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgehen könnte.

In einer verlässlichen internationalen Studie aus dem Jahr 2007 wurden Kerzen aus allen wichtigen Kerzenwachsen geprüft und deren Verbrennungsprodukte auf mehr als 300 relevante Substanzen hin untersucht, die bei höheren Konzentrationen giftig, gesundheitsschädlich oder atemwegsreizend sind oder in diesem Verdacht stehen. Die Studie hat eindeutig bewiesen, dass die Kerzen aus allen Wachsen sauber und sicher brennen und miteinander verglichen keine nennenswerten Unterschiede im Brennverhalten zeigen. Die Verbrennungsprodukte der unterschiedlichen Kerzen sind hinsichtlich Zusammensetzung und Konzentration nahezu identisch und liegen sehr weit unterhalb der strengsten weltweit anwendbaren Richt- und Grenzwerte für den Innenraum.

Kerzen können also auch weiterhin als stimmungsvolle Illumination verwendet werden ohne dass irgendwelche Nachteile für die Gesundheit befürchtet werden müssten.

* Emission products of petroleum-based candles, Ruhullah Massoudi und Amid Hamidi, South Carolina State University, Präsentation auf einer Fachtagung der American Chemical Society,  14:15-14:35 Uhr, 19. August 2009, Washington DC.
Die Arbeit wurde finanziert durch einen Zuschuss des US Landwirtschaftsministeriums innerhalb eines Projekts mit dem Titel Soybean Candles for a Healthy Life and Well Being.