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Europäische Kerzenindustrie begrüßt zukünftiges Normungsmandat für Kerzen und Kerzenaccessoires

BRÜSSEL / STUTTGART (26. November 2015) ̶ Die Verbraucherschutzexperten der EU-Mitgliedsstaaten haben kürzlich eine Empfehlung abgegeben, die den Weg für ein Normungsman-dat für Kerzen und verwandte Produkte frei macht. Auf dessen Basis können Europäische Normen entwickelt werden, die das Schutzniveau für Verbraucher weiter verbessern. Die europäischen Kerzenhersteller, vertreten durch die European Candle Association (ECA), begrüßen das ausdrücklich.

„Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Vorstoß der Europäischen Kommission aussieht, auch noch das letzte Detail regeln zu wollen, ist in Wirklichkeit das genaue Gegenteil. Über einen Zeitraum von fast drei Jahren hinweg hat ein sehr konstruktiver Dialog zwischen Europäischer Kommission, Mitgliedsstaaten, Verbraucherschützern, Normungsexperten und Kerzenherstellern stattgefunden. Das Ergebnis ist ein im Sinne des Verbraucherschutzes sehr anspruchsvolles Lastenheft, das aber von den Kerzenherstellern mit den entsprechenden Anstrengungen auch umgesetzt werden kann“ sagt Stefan Thomann, Geschäftsführer der ECA und Vorsitzender des Normungskomitees CEN/TC 369 Candle Fire Safety. Er fügt hinzu: „Wenn die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Industrie immer so vorbildlich laufen würde, hätte die Europäische Kommission einen wesentlich besseren Ruf bei den Bürgern“.

Im Gegensatz zu anderslautenden Pressemeldungen handelt es sich bei der Initiative eben nicht um eine Vorgabe bis ins kleinste Detail. In dem zukünftigen Normungsmandat werden nur die Eckpunkte definiert, die aus Sicht des Verbraucherschutzes relevant sind. Die detaillierte Umsetzung dieser recht allgemeinen Anforderungen findet dann durch das Europäische Normungskomitee CEN statt. Die Entwicklung der Normen obliegt dabei Gremien mit Vertretern aus Industrie, Prüfinstituten, Verbrauchervertretern und Behörden. Das wiederum garantiert, dass die Normen auch in der Praxis funktionieren.

Es gibt bereits seit 2007 drei Europäische Normen, die auf Initiative der Kerzenindustrie entwickelt wurden und beispielsweise die Kennzeichnung regeln, mit der die Verbraucher über den sicheren Umgang mit Kerzen informiert werden. Seit Inkrafttreten der Normen ist die Anzahl der Brände deutlich zurückgegangen.

„Ein großer Teil der jetzt empfohlenen Anforderungen ist bereits in den bestehenden Normen enthalten. Durch das Normungsmandat erhalten die Normen aber rechtlich gesehen einen wesentlich höheren Stellenwert“ sagt Stefan Thomann. Auch die neu hinzugekommenen Anforderungen machen durchaus Sinn, insbesondere die an die sog. Kerzenaccessoires, in denen beispielsweise Halter, Stövchen, Laternen usw. zusammengefasst werden, die oft getrennt von Kerzen verkauft werden. Hier wurden in der Vergangenheit teilweise eklatante Mängel festgestellt, die zu einer ernsthaften Gefährdung der Verbraucher geführt haben.

Die europäischen Kerzenhersteller erwarten durch die zukünftigen Normen ein weiteres Anheben des Verbraucherschutzniveaus, insbesondere auch bei importierten Artikeln. Deshalb, und auf Grund der mit allen Verkehrsteilnehmern abgestimmten Entwicklung, begrüßen sie das Vorhaben der Europäischen Kommission ausdrücklich.

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Über die European Candle Association

Die European Candle Association ASBL (ECA) ist der Verband der führenden Kerzenhersteller in Europa. Sie ist von Behörden und Nichtregierungsorganisationen als die federführende Institution in Bezug auf Herstellung, Wissenschaft und Sicherheit von Kerzen anerkannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.eca-candle.eu.

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